Kursdetails

24ACE1253 Israelbezogener Judenhass – das Echo der Vergangenheit

Eckdaten

Beginn Mi., 05.06.2024, 19:00 - 21:15 Uhr
Kursgebühr 0,00 €
Dauer 1 Abend
Kursleitung Monika Schwarz-Friesel

Kursinformationen

Israelbezogener Antisemitismus ist im 21. Jahrhundert die bei weitem häufigste und bereits breit akzeptierte Form des Judenhasses. Wir hören ihn als Hasssprache auf den Straßen, sehen ihn multipel im Internet, lesen ihn in den Medien und registrieren ihn in der Alltagskommunikation. Dabei ist Israelhass kein neues Phänomen, sondern untrennbar gekoppelt an die uralte Judenfeindschaft, deren Tradition auf diese Weise modern fortgeführt wird.
Der Vortrag erörtert anhand zahlreicher Beispiele, dass israelbezogener Antisemitismus alle Merkmale des klassischen Anti-Judaismus aufweist und daher als Echo der Vergangenheit zu bewerten ist. Judenfeindschaft ist eine kulturelle Kategorie, tief eingegraben in die abendländische DNA. Dass Israel, als das wichtigste Symbol für jüdisches Leben in der Welt, im Fokus aller Antisemiten steht, folgt der Chamäleon-artigen Wandlungsdynamik von Judenhass, sich der jeweiligen Epoche oder Situation anzupassen. Der jüdische Staat steht als Hassobjekt im Fokus aller Antisemiten, gleich welcher ideologischen oder politischen Richtung. Nach 2000 Jahren Ausgrenzung, Benachteiligung und Verfolgung erlaubt Israel genuin jüdische Lebensweise: Daher ist Israel der Stachel im modernen antisemitischen Geist.
Prof. Monika Schwarz-Friesel ist Antisemitismusforscherin an der TU Berlin
In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V., der Jüdischem Gemeinde Celle e.V. und dem Celler Netzwerk gegen Antisemitismus.




Kursort

Synagoge, Im Kreise 24


29221 Celle

Termine

Datum
05.06.2024
Uhrzeit
19:00 - 21:15 Uhr
Ort
Celle; Synagoge, Im Kreise 24